skip to content
        Youtube-Channel Google+ Facebook Twitter         Sitemap print
Impressionen aus Havixbeck

Rathaus-News

Bioabfall: Klimaschutz fängt in der eigenen Küche an!

06.05.2021
Rathaus-News >>


Bio-Filterdeckel auf der Biotonne erleichtern korrekte Trennung und verhindern Gestank und Maden


Klimaschutz fängt in der eigenen Küche an. Immer dann, wenn Speisereste ihren Weg in die Biotonne statt in den Restmüll finden, kann wertvoller Kompost und Bioenergie daraus gewonnen werden. Das Schicksal des Bioabfalls in der Restmülltonne ist hingegen die Müllverbrennungsanlage, weiß Ursula Kleine Vorholt. Die Prokuristin der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) setzt sich für eine bessere Bioabfallqualität im Kreisgebiet ein. Die WBC engagiert sich gemeinsam mit den Kommunen des Kreises für einen störstofffreien Bioabfall im Rahmen der Aktion „#WIRFUERBIO“. Für Ulrike Overmeyer, Abfallexpertin der Gemeinde Havixbeck ist klar: „Bioabfall gehört am besten lose oder in Papiertüten in die Biotonne.“  Angst vor schlechten Gerüchen und Maden muss in Havixbeck bei einer korrekten Trennung kein Bürger haben: der Bio-Filterdeckel für weniger als 6 € Aufpreis im Jahr optional erhältlich, verhindert mit einer Dichtung das Eindringen von Fliegen in die Biotonne und zersetzt die in der Biotonne entstehenden Faulgase in Kohlendioxid und Wasser – „heraus kommt frische Luft“. Das Filtermaterial, das nach Herstellerangaben alle zwei Jahre gewechselt werden sollte, kann beispielsweise am Wertstoffhof bezogen werden. Das alte rein biologische Filtermaterial kann im Biomüll entsorgt werden. „Wenn es an der Biotonne zu riechen beginnt, ist es Zeit den Biofilter zu tauschen“, sagt Overmeyer. Sollte das Filtermaterial im Sommer mal austrocknen, kann der Filter mit ein wenig Wasser wieder aktiviert werden. Die Mikroorganismen brauchen die Feuchtigkeit für ihre Arbeit gegen den Gestank. Der Bio-Filterdeckel kann in den anderen Kommunen des Kreises über die Firma REMONDIS bezogen werden.

„Kein Plastik in die Biotonne“ lautet ein bekannter Slogan der Aktion „#WIRFUERBIO“. Bioabfall zugeknotet in Plastiktüten in der Biotonne stellt die Sortierung in den Kompostieranlagen vor eine große Herausforderung. Die Störstoffe müssen kostenintensiv aus dem Bioabfall herausgefiltert werden. „Viele Bürger meinen es gut und kaufen sich extra biologisch abbaubare Mülltüten“, weiß Overmeyer aus Erfahrung. Doch auch diese biologisch abbaubaren Mülltüten aus Maisstärke haben im Bioabfall nichts zu suchen. „Das Problem ist, dass in der Kompostieranlage nicht erkannt werden kann, dass es sich um biologisch abbaubare Plastiktüten handelt und diese daher ebenfalls aussortiert werden “, sagt Kleine Vorholt. Ein weiteres Problem sei, dass die biologisch abbaubaren Tüten länger zum Verrotten brauchen, als der Bioabfall in der Kompostieranlage verbleibt. „Besser ist es, auf Papiertüten zurückzugreifen. Feuchtigkeitsresistenter sind gewachste Papiertüten, die nicht so schnell reißen“, berichtet Overmeyer. Seit 2014 werden die anfallenden Bioabfälle im Kreisgebiet nicht nur kompostiert, sondern durch eine vorgeschaltete Vergärung wird auch wertvolles Biogas gewonnen. Das erzeugte Biogas wird gereinigt und auf Erdgasniveau veredelt in das Gasnetzeingespeist. „Lebensmittelreste werden dadurch in der Biotonne zu einem wertvollen Rohstoff“, sagt Kleine Vorholt. Gekochte Lebensmittel seien ein großer Energieträger für die Biogasgewinnung und daher auch so wichtig in der Biotonne statt in der Restmülltonne. „Mit der Biotonne kann jeder Bürger einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont auch Overmeyer. In der Stadt Coesfeld werden die Bürger aktuell aktiv auf die Fehlwürfe hingewiesen wie auch in Billerbeck oder Dülmen  zuvor. Stichprobenartig werden Biotonnen im ganzen Kreisgebiet kontrolliert. „Wird der gesammelte Bioabfall in Plastikbeuteln - auch wenn diese biologisch abbaubar sind - eingefüllt, wird die Tonne nicht geleert“, erklärt Kleine Vorholt. Das gilt auch, wenn Lebensmittel mitsamt der Verpackung in die Tonne gegeben werden: verschimmelte Apfelsinen im Netz, Obst im Glas oder Aufschnitt in der Plastikverpackung. Der Anteil der Fehlwürfe soll reduziert werden.

Informationen zum Bio-Filterdeckel gibt es für die Havixbecker Bürger bei Ulrike Overmeyer unter T 02507 - 33-136 oder overmeyer@gemeinde.havixbeck.de.

Vorstellung der Bio-Filterdeckel


Foto: Ulrike Overmeyer von der Stadt Havixbeck (li.) und Ursula Kleine Vorholt, Prokuristin der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) zeigen die Filterkammern bei einer Biotonne mit Bio-Filterdeckel. Gestank und Maden werden durch den Deckel verhindert.

 

 

<....zur Newsseite

© 2021 Gemeinde Havixbeck | Willi-Richter-Platz 1 | 48329 Havixbeck | Kontakt | Impressum | Zurück | Pfeil-Seitenanfang